„Wirklich wichtig“, „Das Wichtigste im Leben“ und dieses ungute Gefühl …

Auch wenn ich zu meiner eigenen Entschuldigung bzw. zur Entschuldigung vor mir selbst vorbringen kann, daß „Was wirklich wichtig ist – die Weisheit der Alten“ letztendlich innerhalb eines Monats veröffentlich wurde, beschlich mich immer wieder ein ungutes bis schlechtes Gefühl – immer wenn ich diesen Schriftzug sah. Hatte ich das Buch zu schnell herausgebracht? Wäre etwas mehr Vorbereitung, Sorgfalt, Korrekturlesen nicht doch angebracht gewesen?

Interessanterweise habe ich mir zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Buches kaum Gedanken darüber gemacht, erst später. Warum – das werden wir gleich sehen …

Ja, es ärgerte mich eine ganze Weile, daß ich mir nicht mehr Zeit genommen hatte und dann das Buch doch etwas über’s Knie gebrochen herausgebracht habe. Dann gab es Leute, die sich an Details tatsächlich hochziehen. „Da sind aber Kinken drin.“ Hieß es zu meinem Klappentext. Andererseits habe ich auch schon mit jemandem zusammengearbeitet der meinte, dass er bzw. in Rechtschreibdingen absolut sattelfest sei und somit gut und gern meine Texte korrigieren könne. Als mir diese Korrekturen dann doch etwas seltsam vorkamen, schlug ich diese dann selbst nach um festzustellen, daß mein ziemlich korrekter Text falsch korrigiert und ursprünglich Richtiges ins Verderben gestürzt wurde.

Zeitgleich zur Entstehung dieses Buches war die neue deutsche Rechtschreibung dabei, sich den Weg in unsere Gesellschaft zu bahnen und ich gehöre zu denjenigen, die diese ablehnen und soweit wie möglich negieren. Ja, ich liebe immernoch „ß“ und schreibe es so oft wie möglich und auch sonst fröhne ich der sogenannten alten deutschen Rechtschreibung. Ob dies für andere wirklich wichtig ist, sei dahingestellt, für mich ist’s die Sache wert, da ich eben nicht jede Neuerung ohne Sinnprüfung hinnehmen mag. Während ich dies schreibe, erinnere ich mich an Pastor Fincke im Wirklich-wichtig-Buch, ein Mann der alten Werte und ein absoluter Menschenfreund, auch wenn’s zu seinem Nachteil war und er das nie so sah.

Aber wie ist es denn nun mit meinen Flüchtigkeitsfehlern und/oder Fehl-Recherchen zu Schreibweisen etc.? Soweit ich es ergründet habe, entspricht – Gott sei dank – die Schreibweise „Das wichtigste im Leben“ der mir viel geliebten so genannten alten Rechtschreibung und  „Das Wichtigste im Leben“ der neuen Rechtschreibung … Puahh!!! Damit bin ich zufrieden und erleichtert …

Alles ist gut :)
Bleiben Sie stark!

Kathrin Held

PS: Und zugegeben: Dieser Text hat – so seltsam dieser vielleicht erscheint – einen rein technischen Zweck ;-)