„Was wirklich wichtig ist“ – Missverstanden ?
Nun ist es einige Zeit her, dass das Buch 2005 erschienen ist. Auch wenn ich selbst dieses Projekt jetzt mit Abstand sehen kann, brachten spätere Betrachtungen anderer hier im Internet mir ein Kräuseln auf meine Stirn. Warum?
„Was wirklich wichtig ist – die Weisheit der Alten“ wurde als Buch über alte Leute interpretiert. Mir jedoch lag die Fragestellung am Herzen, das Kernthema. Die Altersgruppe hatte ich damals so gewählt, da ich Menschen mit Lebenserfahrung haben wollte, einer Lebenserfahrung mehr als ich sie habe – nämlich mindestens die doppelte. Als ich das Buch schrieb war ich 35 Jahre alt und somit wurde 70 Jahre das Alter, ab dem ich mit Menschen über meine Fragen sprechen wollte.
Aber nicht nur die Interpretation, dass es ein Buch über alte Leute ist, enttäuschte mich, sondern auch Deutungen, die Menschen machten, ohne mich als Autorin kontaktiert zu haben.
Auf der Wirklich-Wichtig-WebSeite ist eine Kontaktemailadresse angegeben, die hätte genutzt werden können. Ich bekam Schreiben einzelner Leser. Ja, über die freue ich mich auch immer, aber seltsam finde ich wirklich, dass Menschen, die mein Buch und die Thematik deuten wollen, sich entweder nicht die Arbeit machen, mich anzuschreiben oder ohnehin einfach so drauflos schreiben. Schade, finde ich – und mich ärgert es. Auch kommt es mir so vor, dass diese Leute vielleicht nur den Titel, die Einleitung und den Klappentext gelesen haben, sonst wäre ihnen nämlich die Struktur der in jedem Interview immer wiederkehrenden Fragen aufgefallen. So ist es aber wenn man oder frau etwas veröffentlicht. Man stellt es in die Welt und jeder macht damit, was er für richtig hält.
Nachdem ich mich jetzt über die Missdeutungen ausgelassen habe, hier nun einfach klipp und klar meine Intensionen:
Mir ging es wirklich und tatsächlich um das Kernthema
Was ist wirklich wichtig im Leben?
Dieses Kernthema wurde gestützt und weiter präzisiert durch die Fragen
Was ist DAS Wichtigste im Leben?
Was möchten Sie den Jüngeren/der nächsten Generation mitgeben?
Genau um diese Fragen ging es mir – nicht mehr und nicht weniger – zu diesem Zeitpunkt als ich 35 Jahre alt war, aus meiner persönlichen Situation heraus getrieben.
Schön war letztendlich für mich, bereits vor dem ersten Interview innerhalb der Vorbereitungen zu diesem Buch meine Antworten gefunden zu haben.
Alles ist gut :)
bleiben Sie stark!
Kathrin Held