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Wirklich wichtig – Nützliches ganz schnell

Wer „wirklich wichtig“ oder „wirklich wichtig im Leben“ in einen Suchmaschinenmaske eingibt will vielleicht nicht erst ein Buch von Amazon ordern und es ganz lesen müssen um schnell zu Antworten zu kommen. Deshalb fasse ich hier zusammen, was mir persönlich wirklich wichtig erscheint, neben besonderen Eindrücken und einem wirklich nützlichen Tipp.

Damals als ich das Buch schrieb, hoffte ich auf eine allgemeingültige „ultimative Antwort“. Ich hoffte, dass sich in all den Interviews ein Kern herauskristallisieren würde, quasi der Weisheit letzter Schluss. Was ich aber feststellen mußte war, daß die Antworten auf die gestellten Fragen

Was ist wirklich wichtig im Leben?
Was ist DAS Wichtigste im Leben?
Was wollen Sie der jüngeren Generation mitgeben?

… so individuell und einmalig waren wie die Befragten selbst. Es gibt also

keine „ultimative Antwort“.

Sowohl in den Gesprächen als auch in der Nachbearbeitung fiel mir auf, dass scheinbar hochgebildete Leute manchmal ziemlichen „Stuss“ reden können und sehr „einfache Leute“ Themen, Antworten oder auch nur Sätze hatten, die mich in gewisser Weise „triggerten“, also irgendwie „anfaßten“, mich bewegten. Eine solche Antwort war zum Beispiel die von Olga Bittner „Ich muß immer etwas zum Herumbuddeln haben.“ – und bei mir machte es „klick“, denn ja, so geht es mir auch. Ich bin eher Hobbygärtnerin ohne wirkliches Können dabei, aber wenn ich auf Dauer nichts zum Herumbuddeln habe, geht es mir nicht gut.
Um noch einmal auf den Anfang dieses Absatzes zurückzukommen – für mich blieb folgendes:

  • Manchmal sind es die leisen Stimmen, die wirklich weise und hilfreich sind.
  • Manchmal sind es sehr einfache Leute, die am hilfreichsten sind.
  • Scheinbar hochgebildete Menschen haben nicht unbedingt intelligente Antworten,
    ebenso Menschen mit gesellschaftlich hohem Ansehen.
  • Laß Dich nicht von verbitterten alten Menschen entmutigen.
    Ja, ein Anteil alter Menschen ist leider wirklich verbittert.
  • Am besten weißt nur Du, was für Dich wahr ist. Beschütze „Dein Universum“ !

Den im Nachhinein „coolsten Trick“ brachte allerdings Herr Rauch. Dazu muß ich sagen, daß ich zunächst Herrn Rauch erst gar nicht für ein Interview für „Was wirklich wichtig ist – die Weisheit der Alten“ haben wollte, da ich meinte, er wäre viel zu jung und weit unter der Altersgrenze, die ich mir gesetzt hatte. Als ich ihn traf schätzte ich ihn auf Anfang 60. Wie sich jedoch später herausstellte, war er damals bereits 84. Und was tat er? Jeden Tag sagte er sich morgens seine Formel

„Ich bin jung, gesund und stark
und ich werde jeden Tag
immer jünger, gesünder und stärker.“

Es hört sich vielleicht seltsam an, aber die Wirkung war ihm anzusehen – ob Sie’s nun glauben oder nicht. Wie mir wesentlich später klar wurde, handelt es sich dabei um eine Art Selbsthypnose. Was passiert, wenn man jeden Tag dieselbe Formel hört? Sie können es auch Selbstprogrammierung nennen.

Ich selbst habe diese Formel für mich abgewandelt. Wie genau – das bleibt mein Geheimnis. Und auch Ihnen lege ich ans Herz, diese Formel für sich anzupassen, ganz Ihre Formel zu finden – zugeschnitten auf Ihre Bedürfnisse und Intensionen. Nur kurz sollte sie bleiben.

Die Geschichte um Herrn Rauch hat noch eine sehr amüsante Komponente, die Sie sich „geben“ sollten, allerdings gebe ich hier nicht mal so schnell Preis, denn einen kleinen Anreiz das Buch zu kaufen, möchte ich erhalten ;-)

Alles ist gut :)
bleiben Sie stark!

Kathrin Held

 

„Was wirklich wichtig ist“ – Missverstanden ?

Nun ist es einige Zeit her, dass das Buch 2005 erschienen ist. Auch wenn ich selbst dieses Projekt jetzt mit Abstand sehen kann, brachten spätere Betrachtungen anderer hier im Internet mir ein Kräuseln auf meine Stirn. Warum?

„Was wirklich wichtig ist – die Weisheit der Alten“ wurde als Buch über alte Leute interpretiert. Mir jedoch lag die Fragestellung am Herzen, das Kernthema. Die Altersgruppe hatte ich damals so gewählt, da ich Menschen mit Lebenserfahrung haben wollte, einer Lebenserfahrung mehr als ich sie habe – nämlich mindestens die doppelte. Als ich das Buch schrieb war ich 35 Jahre alt und somit wurde 70 Jahre das Alter, ab dem ich mit Menschen über meine Fragen sprechen wollte.

Aber nicht nur die Interpretation, dass es ein Buch über alte Leute ist, enttäuschte mich, sondern auch Deutungen, die Menschen machten, ohne mich als Autorin kontaktiert zu haben.

Auf der Wirklich-Wichtig-WebSeite ist eine Kontaktemailadresse angegeben, die hätte genutzt werden können. Ich bekam Schreiben einzelner Leser. Ja, über die freue ich mich auch immer, aber seltsam finde ich wirklich, dass Menschen, die mein Buch und die Thematik deuten wollen, sich entweder nicht die Arbeit machen, mich anzuschreiben oder ohnehin einfach so drauflos schreiben. Schade, finde ich – und mich ärgert es. Auch kommt es mir so vor, dass diese Leute vielleicht nur den Titel, die Einleitung und den Klappentext gelesen haben, sonst wäre ihnen nämlich die Struktur der in jedem Interview immer wiederkehrenden Fragen aufgefallen. So ist es aber wenn man oder frau etwas veröffentlicht. Man stellt es in die Welt und jeder macht damit, was er für richtig hält.

Nachdem ich mich jetzt über die Missdeutungen ausgelassen habe, hier nun einfach klipp und klar meine Intensionen:

Mir ging es wirklich und tatsächlich um das Kernthema

Was ist wirklich wichtig im Leben?

Dieses Kernthema wurde gestützt und weiter präzisiert durch die Fragen

Was ist DAS Wichtigste im Leben?
Was möchten Sie den Jüngeren/der nächsten Generation mitgeben?

Genau um diese Fragen ging es mir – nicht mehr und nicht weniger – zu diesem Zeitpunkt als ich 35 Jahre alt war, aus meiner persönlichen Situation heraus getrieben.

Schön war letztendlich für mich, bereits vor dem ersten Interview innerhalb der Vorbereitungen zu diesem Buch meine Antworten gefunden zu haben.

Alles ist gut :)
bleiben Sie stark!

Kathrin Held

„Wirklich wichtig“, „Das Wichtigste im Leben“ und dieses ungute Gefühl …

Auch wenn ich zu meiner eigenen Entschuldigung bzw. zur Entschuldigung vor mir selbst vorbringen kann, daß „Was wirklich wichtig ist – die Weisheit der Alten“ letztendlich innerhalb eines Monats veröffentlich wurde, beschlich mich immer wieder ein ungutes bis schlechtes Gefühl – immer wenn ich diesen Schriftzug sah. Hatte ich das Buch zu schnell herausgebracht? Wäre etwas mehr Vorbereitung, Sorgfalt, Korrekturlesen nicht doch angebracht gewesen?

Interessanterweise habe ich mir zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Buches kaum Gedanken darüber gemacht, erst später. Warum – das werden wir gleich sehen …

Ja, es ärgerte mich eine ganze Weile, daß ich mir nicht mehr Zeit genommen hatte und dann das Buch doch etwas über’s Knie gebrochen herausgebracht habe. Dann gab es Leute, die sich an Details tatsächlich hochziehen. „Da sind aber Kinken drin.“ Hieß es zu meinem Klappentext. Andererseits habe ich auch schon mit jemandem zusammengearbeitet der meinte, dass er bzw. in Rechtschreibdingen absolut sattelfest sei und somit gut und gern meine Texte korrigieren könne. Als mir diese Korrekturen dann doch etwas seltsam vorkamen, schlug ich diese dann selbst nach um festzustellen, daß mein ziemlich korrekter Text falsch korrigiert und ursprünglich Richtiges ins Verderben gestürzt wurde.

Zeitgleich zur Entstehung dieses Buches war die neue deutsche Rechtschreibung dabei, sich den Weg in unsere Gesellschaft zu bahnen und ich gehöre zu denjenigen, die diese ablehnen und soweit wie möglich negieren. Ja, ich liebe immernoch „ß“ und schreibe es so oft wie möglich und auch sonst fröhne ich der sogenannten alten deutschen Rechtschreibung. Ob dies für andere wirklich wichtig ist, sei dahingestellt, für mich ist’s die Sache wert, da ich eben nicht jede Neuerung ohne Sinnprüfung hinnehmen mag. Während ich dies schreibe, erinnere ich mich an Pastor Fincke im Wirklich-wichtig-Buch, ein Mann der alten Werte und ein absoluter Menschenfreund, auch wenn’s zu seinem Nachteil war und er das nie so sah.

Aber wie ist es denn nun mit meinen Flüchtigkeitsfehlern und/oder Fehl-Recherchen zu Schreibweisen etc.? Soweit ich es ergründet habe, entspricht – Gott sei dank – die Schreibweise „Das wichtigste im Leben“ der mir viel geliebten so genannten alten Rechtschreibung und  „Das Wichtigste im Leben“ der neuen Rechtschreibung … Puahh!!! Damit bin ich zufrieden und erleichtert …

Alles ist gut :)
Bleiben Sie stark!

Kathrin Held

PS: Und zugegeben: Dieser Text hat – so seltsam dieser vielleicht erscheint – einen rein technischen Zweck ;-)